25 | 06 | 2018
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Störche in Steinhagen


(Ein Beitrag von Frau Ursula Callies, Steinhagen)

„Wie es begann …

Am 10. Mai 1997 bezogen wir unser neues Heim in Steinhagen, Mühlenweg 2. Das Storchennest am Kindergarten/Jugendclub hatten wir immer vor Augen.

Im Juni 1998 hörte ich einen Aufruf der Ostseewelle im Radio. Gesucht wurden Standorte von Storchenhorsten für die Zählung und Datenerfassung. Durch den Briefwechsel mit Herrn Starke, dem Storchenbetreuer des Greifswalder Raumes lernte ich den für Steinhagen zuständigen Storchenbetreuer, Herrn Eckard Frädrich, kennen. Jährlich, regelmäßig im Frühjahr und Herbst, besucht er uns. er hält telefonischen Kontakt und trägt Zahlen und Infos zusammen. Vieles habe ich so auch über den Storch erfahren und gelernt.

Es ist immer spannend, die Zeit mit den Störchen zu erleben. Gut zu wissen, dass Viele daran interessiert sind und sich um unsere Natur sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Callies


Informatives zu Störchen und zur Geschichte des Horstes

Jedes Jahr Anfang April wird es auch in Steinhagen spannend. Erwartungsvolle Blicke richten sich auf den Storchenhorst am Kinder-garten, ob es Nachwuchs geben wird? 

Vogelkundler berichten: Adebar macht sich rar, immer weniger Paare brüten im Nordosten. So verringerte sich die Zahl der Brutpaare in Mecklenburg-Vorpommern seit 2004 um ca. 30 %. Immer schlechtere Lebensbedingun-gen findet der Weißstorch, ein Schreitvogel, hier vor. Riesige Maisfelder bilden fehlende Nahrungsgrundlagen, im Gegensatz zu renaturierten Gebieten wie Recknitz- und Trebeltal. Dazu kommen witterungsbedingte Schwan-kungen mit viel Regen und Temperaturabfall bzw. längere Trockenzeiten mit Hitze.


Als Lebensraum bevorzugt der Weißstorch offenes Gelände mit niedrigem Bewuchs, auch Brachflächen, Weidekoppeln und Dauergrünland, das in Senken periodisch überflutet wird. 


Wichtigste Nahrungsgrund-lage sind Kleinsäuger, Reptilien und Frösche.


Käfer, Insekten und Regen-würmer sind wichtig für die


Jungstörche. Sein außer-ordentlich scharfes Sehvermö-gen ermöglicht ihm auch Fischfang in flachem, trüben oder verkrauteten Wasser. Grünflächen oder Gewässer im Umkreis von 2-3 km mit Blickverbindung zum Horst werden bevorzugt.


Für den Horst in Steinhagen kam es Anfang 1999 zur Katastrophe. Nach Material-bruch am Korb stürzte der Horst ab. (siehe Foto)


Nun war erst einmal guter Rat - sprich gute Tat – teuer! Da wurde das Gemeinderats-mitglied Klaus Barnekow sehr aktiv. Unter Mitwirkung einiger seiner Kollegen und Bereitstellung entsprechender Technik der HEVAG Stralsund wurde am 16.03.1999 ein neuer Metallkorb mit Nisthilfe (Weidenkorb) errichtet. Wichtig war dabei auch das Einlegen einiger Zweige. Gerade noch rechtzeitig war alles fertig – Die Störche konnten kommen!


Es war mir ein großes Bedürfnis, diesen Arbeits-einsatz mit einem kleinen Picknick zu belohnen. Kaffe und Kuchen wurden gern angenommen.


Es blieb die Frage, ob auch die Störche das neue Nest annehmen würden – Abwarten!

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