19 | 11 | 2018
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Steinhagen, Negast und Krummenhagen

Etwa 3,5 km von der Stadtgrenze Stralsunds entfernt beginnt mit dem Ortsteil Negast das Gemeindegebiet Steinhagen. Steinhagen ist etwa 10  - 12 km von Stralsund entfernt und zwischen diesen beiden Gemeindeteilen liegt nördlich der Bundesstraße 194 Krummenhagen, versteckt im Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Krummenhagener See" wo sich Seeadler und Wasservögel gute Nacht sagen.


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Der  Ort Steinhagen wurde 1283 als Zweigstelle des Klosters Neuenkamp in Franzburg (Zisterzienser) gegründet. Aus dieser Gründerzeit stammt die Dorfkirche, die durch die Kirchengemeinde und mit Spenden aus der Bevölkerung, sowie mit Fördermitteln des Landes vor dem Verfall gerettet wurde und als Geschichtsdenkmal einen Blick in die alte Zeit erlaubt.

Unmittelbar beim Ortsteil Negast befindet sich das "Borgwallseegebiet", ein Naturschutzgebiet mit einem der raren Seen, deren gesamte Uferstrecke unverbaut ist. Neben den genannten Naturschutzgebieten ist das Gemeindegebiet von den in Nordvorpommern heute üblichen grossen Ackerflächen geprägt. Die angrenzenden Bereiche südlich und östlich der Gemeindeflächen weisen zum Teil ausgedehnte Waldflächen auf. Auch diese auf dem Gemeindegebiet von Franzburg, Jakobsdorf und anderen Nachbargemeinden wachsenden Wälder sind größtenteils geschützt. Es sind Rückzugsgebiete seltener Pflanzen und Tiere.

Die Gemeinde Steinhagen hat, allen Meldungen vom Bevölkerungsschwund in Mecklenburg-Vorpommern oder gar vom "Aussterben der Deutschen" zum Trotz, einen Bevölkerungszuwachs von einst 1280 Einwohnern (1990) auf 2800 (2012) erlebt. Das liegt vermutlich an der günstigen Entfernung zu Stralsund und Grimmen. Und natürlich daran, dass das Wohnen in ländlicher Umgebung und doch stadtnah eine hohe Lebensqualität verspricht.

Über die Bundesstraße 194 und die Landstrasse 192 ist Stralsund und die Insel Rügen schnell erreichbar, aber auch die Anbindung ans Binnenland (Autobahn A 20) nahezu optimal.

Dorfverein Steinhagen/Negast/Krummenhagen e.V.

In der Gemeinde Steinhagen gibt es ein ausgeprägtes Vereinsleben. Vom Sportverein über den Mühlenverein bis zur Ökologischen Beschäftigungsinitiative Krummenhagen stehen der Bevölkerung zahlreiche Möglichkeiten offen, sich in Vereinen zu betätigen.

Was soll also nun noch Einer Neues bringen? Wir - die Vereinsgründer - denken, dass es sinnvoll ist, sich zusammen zu tun, um sich für das zu engagieren, was die speziellen Anliegen, etwa des Sportvereins, des Angel- oder des Schulförderverein nicht  abdecken. Mit anderen Worten, wir wollen die Vereinsaktivitäten auf die Aspekte richten, die viele Einwohner interessieren und betreffen können, aber bisher wenig oder keine Beachtung fanden. Das könnten sowohl kulturelle Veranstaltungen, wie Vorträge oder Lesungen sein, aber auch ganz einfache Dinge, wie z.B. Wanderungen um die botanischen und faunistischen Kenntnisse zu vertiefen, also schlicht um Pflanzen und Tiere unserer Umgebung besser kennen zu lernen, als auch um über besondere Ereignisse in der Gemeinde zu informieren und ganz einfach über natürliche Vorkommnisse zu berichten. (Wetterkapriolen, jahreszeitliche Besonderheiten in der Natur, besondere Beobachtungen etc.). Diese Informationen und Berichte sollen in loser, zeitlich nicht festgelegter Abfolge an alle Vereinsmitglieder weitergeleitet werden. Die Schwerpunkte dürften sich erst im Laufe der Zeit und unter Berücksichtigung der Bedeutung für die Leute in Steinhagen,Negast und Krummenhagen und ihrem Interesse daran herauskristallisieren.

Natur und Landschaft in der Gemeinde        (Quelle NABU)
Die Natur und die gesetzlichen Regelungen zu ihrem Schutz sind im ländlichen Raum von besonderer Bedeutung. Viele durchaus ortskundige Einwohner wissen aber vielleicht nicht, welche Gebiete unter dem besonderen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes oder von EU-Bestimmungen stehen. (Z.B. FFH-Gebiete, EU Vogelschutzgebiete). Ein Blick auf eine Karte, in welcher die geschützten Flächen und Kleinbiotope rot eingetragen sind, kann einem da ein bisschen auf die Sprünge helfen und verdeutlichen, dass sich noch nicht alle schützenswerten Pflanzen und Tiere vom Acker gemacht haben, sondern in großen, kleinen und kleinsten Biotopen, von alten Mergelkuhlen bis zum geschlossenen Wald verbergen und die Landschaft beleben. Serengeti darf nicht sterben, ist ein den Fernsehzuschauern immer noch geläufiges Schlagwort, aber auch wenn es hier natürlich nicht um eine mecklenburgische Serengeti geht, auch die heimische Tierwelt von Libellen und Schmetterlingen bis zu den hochgradig bedrohten Weihen, Wiesenpiepern oder den raren Feldhasen darf nicht sterben. Unsere Landschaft wird sonst öde und leer, Produktionsfläche statt "Heimat."

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